Others 2007
Posted By bambi on December 31, 2007

Bill Kaulitz Collection

Blic Newspaper

Choc 12/07

Classic Rock 10/07 

Eulenspiegel

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Fragen an Bill 

Ihr fragt – Bill antwortet!

Bill wurden die besten, lustigsten und interessantesten Fragen gestellt und die Antworten von ihm dadrauf gibt es hier nachzulesen.

1. Was machst du mit all den Ketten, Ringen, Armbändern und anderen Geschenken, die dir Fans übereichen? Du musst doch schon gar nicht mehr wissen, wohin damit?
Ja;-) …das stimmt. Ich habe echt viel davon, aber das ist auch gut so*grins* Ich kann gar nicht genug von dem Zeug bekommen! Mittlerweile habe ich einen Koffer nur für meinen Schmuck. Bei mir zu Hause lager ich meine Lieblingssachen in großen Kisten.

2. Du bist reich, berühmt, hast Erfolg mit deiner Band. Bist du glücklich?
Oder fehlt dir noch etwas zum Glück ?

Ich bin sehr glücklich mit meinem Leben. Natürlich gibt es immer Sachen die man sich wünscht oder die einen traurig machen! Das hat man immer und überall.. Manchmal kann ich gar nicht glauben wie viel Glück ich hatte und in solchen Momenten traue ich mich auch nicht unglücklich zu sein oder mich über irgendwas zu beschweren.
Aber dann mach ichs trotzdem;-)..hehe… Nein, im Ernst…ich habe echt nen geiles Leben, aber falls ihr wissen wollt ob ich noch zu haben bin:-)…ja, bin ich!!!!

3. Was denkst du dir dabei, wenn du Plakate wie “Ich will eure Schwänze sehen” liest?
…da wird sich aber mein großer Bruder freuen….

4. Und eine Frage die viele brennend intressiert: Was machst du, wenn du bei einem Konzert einen Schluckauf bekommst oder deinen Text vergisst?
Das ist ne echt gute Frage! Einen Schluckauf hatte ich zum Glück noch nie, aber wenn das mal passieren sollte, lass ich einfach euch für mich singen! Ihr seit ja immer alle echt textsicher und ich kann mich auf euch verlassen.
Ich selbst, habe auch noch nie einen Text vergessen. Ich weiß auch nicht woran das liegt, aber wenn ich auf der Bühne stehe, kommt einfach alles ganz automatisch aus mir raus!

5. Wie kommst du damit klar, ein Engel zu sein?!
…ach wisst ihr …eigentlich ganz gut! Ich flieg dann immer so durch die Stadt und schau überall mal vorbei! Verschenke nen bisschen Glück und schieße Liebespfeile durch die Gegend und wenn ich noch Zeit habe, kaufe ich ein. Das macht sich dann ganz gut, weil ich die vielen Tüten an meine Flügel hängen kann. Ihr wisst ja, ewig durch die Gegend wandern ist eh nicht so mein Ding:-)….

6. Wie oft schaust du im Fanclub rein? Schaust du überhaupt mal rein ins Forum? Was denkst du wenn du das liest was sich die Fans alles so einfallen lassen?
Klar schaue ich vorbei!!! Ich bin total fasziniert über wie viel Sachen man nachdenken und diskutieren kann.
Gut zu wissen das ihr uns so genau beobachtet;-)
Ich finde es toll das ihr den ganzen Weg mit uns geht und uns nie im Stich lasst.
Das ist ein schönes Gefühl und wenn ich mal alleine bin und nicht weiß zu wem ich gehen soll, brauche ich nur in den Fanclub zu schauen und weiß, dass ganz viel Menschen bei mir sind.

7. Ich weiß nicht, ob dir das so bewusst ist… aber du bist eine sehr faszinierende Persönlichkeit, woraus resultiert, dass sehr viele unterschiedliche Menschen von dir träumen, dich begehren – kleine und „große“ Mädchen, Jungen im Teenageralter, erwachsene Männer und reife Frauen. Denkst du darüber nach und wenn ja, wie ist deine Meinung dazu? Macht es dir Angst, fühlst du dich geschmeichelt oder ist es dir einfach egal?
…ich weiß nicht…ich denke da eigentlich nicht so viel drüber nach. Ich kann das alles manchmal gar nicht glauben!
wow…wenn das da so steht, klingt das echt abgefahren! Ich freue mich natürlich, auch wenn das alles nicht so richtig greifbar für mich ist!

8. Wie findest du dich selbst so vom Charakter, würdest du was an dir ändern? Wo siehst du deine Stärken und Schwächen?
…jaja…die Anderen würden jetzt wieder sagen ich bin ein Egoist! Also ich selber würde mich nicht so wahnsinnig egoistisch einschätzen.Ich gebe ja zu, was das Gitarren- und Kofferschleppen angeht, bin ich echt nicht so fleißig, aber sonst passt die Beschreibung gar nicht zu mir finde ich. Ein bisschen Egoismus bringt jeder Mensch mit und bis zu einem gewissen Grad ist das auch völlig gesund! Ich habe immer sehr an mich geglaubt und wollte immer alles erreichen, was ich mir in den Kopf gesetzt habe! Wenn irgendwas nicht nach meinen Vorstellungen läuft, kann ich auch echt böse werden.
Gerade das ist auch meine Schwäche. Kompromisse sind gar nichts für mich.Ich bin ein totaler Perfektionist und das ist echt manchmal anstrengend. Ich würde mir wünschen manchmal nen bisschen lockerer zu sein…naja….bis jetzt hat das noch nicht geklappt! Auf jeden Fall bin ich sehr zielstrebig und krankhaft perfektionistisch und eifersüchtig..*g*..

9. Kommst du wirklich zu Tom kuscheln? Würdet ihr auch zu zweit mit einem Mädchen “kuscheln”?
hahah…also na klar nehme ich meinen Bruder auch mal in den Arm, wie Geschwister das halt so machen. Tatsächlich haben Tom und ich uns auch schon ein Mädchen geteilt, aber nicht gleichzeitig. Erst hat Tom mit ihr rumgemacht und den nächsten Tag war ich an der Reihe. Das war bis jetzt aber auch nur einmal!

10. Was denkst du über Fanfictions und die oft thematisierte intime Beziehung zu deinem Bruder?
Jeder kann ja Fantasien haben…auch wenn die manchmal echt absurd sind…aber dazu sind sie ja da:-)

11. Was würdest du sagen, wenn ein Kind dich fragen würde, wie Babys entstehen?
…frag mal meinen Bruder, dass ist sein Lieblingsthema …

12. Glaubst du an Übersinnliches (Leben nach dem Tod, geistige Heilung, etc.)? Und wie stehst du zu dem Thema Esoterik allgemein? Ist dir da schon mal etwas “nicht Erklärbares” passiert?
…ohh…die Frage habe ich ja wirklich noch nie bekommen! Also, ich glaube total an so etwas! Ich glaube im Leben passieren so viel unerklärliche Sachen das kann nur etwas Übersinnliches sein. Ich glaube auch ganz stark an Schicksal und das alles was im Leben passiert für etwas gut ist. Nichts im Leben ist umsonst. …Leben nach dem Tod?…gibt es meiner Meinung nach auch! Ich kann mir nicht vorstellen das einfach alles zu Ende ist…irgendwas muss es da noch geben, ganz egal was das ist und wie sich das anfühlt! Über dieses Thema könnte ich glaube ich ganze Aufsätze schreiben:-) Auf jeden Fall glaube ich ganz stark an Übersinnliches und Leben nach dem Tod etc….

13. Habt ihr schon mal ein TH-”Privatkonzert” im Familien/Freundeskreis gegeben?
Oh Gott..klar! Wir haben so etwas echt oft gemacht! Wir haben sogar mal bei einem Mädchen zum Geburtstag im Wohnzimmer gespielt! Das waren noch Zeiten..hehe… Allerdings hießen wir da noch lange nicht Tokio Hotel, sondern Devilish!!

14. Wie kann man dich auf die Palme bringen?
Unpünktlichkeit macht mich auf jeden Fall wahnsinnig!!! Außerdem mag ich es nicht wenn Leute rumschludern und mit zu wenig Ernsthaftigkeit etwas angehen! Wie schon gesagt….wenn ich was mache will ich das es perfekt wird und wenn mir das jemand aus schluderigkeit kaputt macht, werde ich richtig sauer!
Mir sind schon sehr sehr viele verschiedene Leute begegnet und viele von denen waren sehr verlogen! Mir ist es sehr wichtig immer ehrlich miteinander umzugehen! Gerade jetzt, wo es mir schwer fällt mich auf andere Leute einzulassen ist Ehrlichkeit für mich das wichtigste überhaupt!

15. Du hast ja tausende weibliche Fans, die sagen in dich “verliebt” zu sein. Glaubst du, dass es richtige Liebe ist und denkst du, dass es diesen Fans überhaupt noch um die Musik geht?
Ich weiß nicht genau ob das richtige Liebe ist! Das kann nur jeder selbst beantworten. Aber ich glaube das ist auch nicht so wichtig. Haupts
ache man fühlt sich wohl dabei. Ich weiß genau was das für ein schönes Gefühl sein kann verliebt zu sein. Das passiert einem glaube ich nicht sehr oft im Leben und mir ist das auch leider noch nicht sehr oft passiert.
Ich weiß aber das jeder der Mädchen auch unsere Musik mag. Da bin ich mir sicher! Man muss sich ja nicht für eins entscheiden!

16. Was magst du bei Mädchen garnicht (Charakter und Aussehen)?
Ich hasse Untreue und Verlogenheit! …ansonsten sollte sie natürlich schöne Hände haben…grins…

17. Warum hast du Tom bei “In die Nacht” auf dem Hannover Konzert öfters getreten?
…weil der Idiot mich nie anguckt…ich gucke immer zu ihm rüber und er ist ständig mit was anderem beschäftigt;-),da brauch er halt manchmal nen Tritt!!!

18. Stehst du eher auf natürliche Mädchen oder eher auf stark geschminkte?
…das kann man so gar nicht verallgemeinern! Das ist ja bei jedem Mädchen anders. Ich glaube jedes Mädchen kann froh sein wenn sie nicht so viel Schminke braucht um gut auszusehen;-)

19. Wie würdest du deiner Freundin beweisen, dass du sie über alles liebst? Könnte es zu einer Situation kommen, in der du sie betrügst, obwohl du sie liebst?
Ich würde niemals meine feste Freundin betrügen! Das ist das schlimmste was man machen kann!

20. Hast du vor, in nächster Zeit nochmal deine Frisur/Haare zu verändern? Wenn ja, hast du schon eine Vorstellung?
Also Lust hätte ich schon, aber ich werde es euch auf keinen Fall vorher verraten….wenn dann ist es ja ne Überraschung und außerdem passiert so etwas bei mir ja eher spontan!

21. Dein Lieblingsparfum/deo?
…Parfum benutze ich so gut wie nie und Deo nehme ich auch immer was anderes. Da lege ich mich eigentlich nicht fest.

22. Kannst du uns Frauen erklären, warum ihr Kerle immer einen EKG macht (Eier-Kontroll-Griff)?
Was für ein Ding?…hahah…also ich mache das nicht…(nicht vor euch ;-) …)

23. Bist du wirklich so brav, was das Thema Sex angeht… oder steckt da in dir doch noch so ein “kleiner” Rebell?
..also ich würde mal sagen das kommt ganz auf das Mädchen an!

24. Was müsste dir jemand geben, damit du dich bis auf die Boxershort fotografieren lassen würdest?
…hehe…kommt schon…in Badehose habt ihr mich ja nun schon gesehen.Ich glaube das reicht fürs Erste!!!

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FUZZ 08/07

GirlZ 09/07

 Glam Star 07/07

 

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Interview im Graffiti

Why did you start with music?
Tom: I don’t know, I thought It was cool to play guitar, I guess.

Bill: Many told me I sang good so my mun thought that I should go to so many auditions as possible.

Georg: I thought it was interesting to play bass. I started to take lessons and after a while I just couldn’t stop.

Gustav: My dad had an old drummset in our basement. I started to play a little and then it became a hobby.

If you could be intsrument, what would you coose to be?
Tom: Ha, easy one. Ofcourse I’m a guitar. But if I wouldn’t be a guitar I obviously would be a piano.

Bill: A guitar, they are cool.

Why do you think Tom and Bill are the most popular?
Georg: I think it is because they do the coolest thing, voice and guitar. I’m actually glad I’m not that popular. It would be to much.

Do you think you will be as popular as you are when you are 30-40 years old?
Tom: I don’t think so, our look is important. If we were that old, not this many people would listen to us and the people who did listen to us would be old.

Bill: I actually don’t know. But like Tom said, it would be older fans. I mean I don’t think it would be teenagers.

Where do you get your insperation to your lyrics?
Bill: All our text is about something that had happend in our life. So the most lyrics comes from ourselfs.

In many cd-stores your music has been under rock, emo and punk. But what is your opinion about your music?
Bill: Well, it’s not emo or punk. We look at is as rock.

What do you listen to?
Tom: I think it’s most hiphop.

Bill: I am more like a rock guy. I think Green Day is awesome.

How does it feel standing on stage infront of screaming people?
Bill: It’s a amazing feeling. On a gig in France for a while ago it showed up about 50 000 people and looked at us. The joy was indescribable!

Which song do you like most to play live?
Tom: It must be Reden and Spring Nicht. Reden is actually about me and a girl at room 483 on a hotel in Spain. You understand the rest.

Bill: I’m with Tom about Spring nicht. It’s about if Tom jump, I jump! It feels good to sing a song with so much love to your brother.

Georg: Übers Ende der Welt. It’s so fast and I love the melody.

Gustav: It have to be Durch den Monsun. When we start to play it the fans go crazy and that is fun .

What did you like with Sweden when you were here 12th June?
Tom: All the hot babes ofcourse!

Bill: Stockholm was a beautiful city with beautiful fans. However it was nothing compere to the French fans. They could kill to get first in line.

Georg: I liked it very much. Everyone was nice and cute.

Do you have any plans to come back for a concert?
Tom: We talked about it a lot of times oand maybe we will come early next year.

Bill: I don’t now where we going, but it would be awesome to come to Sweden.

Have you thought about to be in Eurovision Song Contest?
Georg: Yeah. We talked about it, but I don’t think the others would get a chance!

Gustav: I think it’s a great idea. Our fans would like it, fore sure, I only think
it would go well for us.

Of all your albums, which do you like the most?
Georg: Whitout any questions; Schrei. It’s the biggest and the best and the most fun songs to play!

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Interview mit israelischer Zeitschrift

The beginning:

Bill: In early age I started to write songs, and I always wanted to sing them but I’m too lazy to play some instruments and I always sang in the bath!”
Tom: “my stepfather brought me a guitar when I was 7, and I thought it was really cool, I always loved guitarist in other bands…”
Georg: “I wanted to make a band with 2 of my friends in my school, one of them played the guitar and the other one played drums so I played the bass.
But then the quit and I always wanted to continue to make music”
Gustav :I love to play drums and with the drams I sit in the back far from the limelight’s”

The success:

Bill: “the success is amazing and it makes the music better because you know you share your music with other people”
Tom: the success is really cool but it’s not everything in life”
George: it’s hard to deal with the success and you need to fight for it a lot

The future:

Bill: “a lot of shows, parties and music!”
Tom: “make more music, graduate and have fun with the band, Bill, my friends and family!”
georg: Make more music, do more lives shows and some day play in Tokyo”
Gustav:” makes new singles and new album and more live shows”

Love or band:

Bill: band!! The band is more important to me than love now…
A lot of times you don’t know if the girl wants you or your fame”
Tom: band! Because it’s my future and even in the past it already meant a lot to me
And I never been so in love to give up on the band, we don’t have much time for relationships but it will be nice to fall in love”
Georg: at the moment the band! But love is great too….”
Gustav: “the band! Because I don’t have a girlfriend now”

Dreaming to meet…….

Bill: the Olsen twins! They are cool and very nice”
Tom: of course the Olsen twins! I agree with bill!”
Georg: “Kelly Clarkson cause she’s really cool”
Gustav: ” Lars Ulrich ! [the drummer of metallica] he’s god of the drummers for me!”

Friendship

Bill: friendship is very important thing but unfortunately we don’t find a lot of good friends, all the people in school look at us in a different way since we’ve became famous”
Tom: just a few friends are real friends but friendship is very important!”
Georg: friendship is very important but its very hard to find good friends…”
Gustav: friendship is first of all trust! Tow people that know each others and doesn’t hide things from each other”

The fans:

Bill: ” the contact with out fans is very important to us , because without them we couldn’t live our music and success ! Thank you so much for your supporting your very important to us!!
Tom: “we receive every day thousands of letters and it’s amazing! We try to read all of them and we keep them in our homes. The contact with our fans is really important to me because without them we couldn’t make music! Its amazing that we have fun club, keep it up !
Georg: “without the fans we are nothing! come to our shows and have fun we will be very happy to see you there!!”
Gustav: I think its amazing how far the fans can go because of us, just keep it up and come to our shows !”

Brother’s friendship

Bill: “there’s no closer contact than our contact as twins.
I admire tom, he’s working so hard! I’m really proud of him! Because he’s acting just as I except him to act as a brother. I can count on him in 100%, and I trust him.I would do anything for him! We would die for each others!”
Tom: we are so different but so alike, we don’t look like twins but we are really close to each other. When I see bill I know what he thinks and when he has a problem. even when he’s not with me ! I can’t trust on some girl like I trust him!”

Music:

Bill: I hear green day and three doors down. I have to say that I’m not influenced by other people , I hear a lot of bands and when it comes to music or style I’m not influenced by anyone we don’t have any idol that we want to be like him”

Israel:

Bill: “that will be out first visit in Israel and we are very exited, we don’t know much about this country and we want to know!
Tom: “we feel honored that the Israeli embassy invited us to do a show in Israel!
For us its a big honor to play in Israel we are looking forward for that , to know this country.Till the embassy sent us the letter we didn’t know that we have so much fans in Israel!”

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Interview mit Tom und Bill (Süddeutsche Zeitung)

In der aktuellen Ausgabe des SZ-Magazins der Süddeutschen Zeitung findet ihr ein ausführliches Interview mit Tom und Bill sowie Jimi Blue und Wilson Gonzales Ochsenknecht. Ausnahmsweise geht es mal nicht um Musik, Mädchen und Tourstreß, sondern um die Deutsche Einheit, die DDR, die RAF und einige weitere Themen.

Der Artikel:

Berlin-Mitte, eine Suite im »Ritz Carlton«, jedes Mädchen unter 16 müsste hier sofort beatmet werden: Die vier wichtigsten Jungs Deutschlands sitzen gemeinsam auf einem Ledersofa, essen Gummibärchen und plaudern sich warm. Im Hintergrund, auf dem Teppichboden, kniet die Entourage, erwachsene Menschen, die Zugangspässe um den Hals tragen und Druck machen, weil die Zeit drängt. Gerade wollen mal wieder alle was von den Kaulitz- und den Ochsenknecht-Brüdern. Die einen touren mit Tokio Hotel durch Frankreich, die anderen haben Plattenverträge unterschrieben, neue Filme gedreht.

Alle vier sind äußerst wohlerzogen: Aufstehen, Händeschütteln, »Freut mich« sagen – die machen das nicht zum ersten Mal. Unser Plan: mit ihnen über ihre Heimat, ihr Land, also Deutschland reden. Mit Bill und Tom Kaulitz aus Loitsche bei Magdeburg und mit Jimi Blue und Wilson Gonzales Ochsenknecht, den Promi-Kids aus München-Grünwald.

SZ-Magazin: Vor genau 18 Jahren ist die Mauer gefallen, ihr seid also alle in etwa so alt wie das wiedervereinigte Deutschland. Welche Bedeutung hat dieser Tag für euch? 
Bill Kaulitz: Dass die Menschen feiern. Und wir feiern da auch gern mit, obwohl wir ja nicht unmittelbar davon betroffen waren. Trotzdem freuen wir uns, dass wir vom Mauerfall profitiert haben.

Jimi Blue Ochsenknecht: Mir hat mein Vater davon erzählt, aber eine Bedeutung – eher nicht, na ja, ein bisschen vielleicht.

Tom Kaulitz: Der Tag an sich ist mir ehrlich gesagt ziemlich egal.

Wilson Gonzales Ochsenknecht: Mich berührt es schon, wenn ich im Fernsehen sehe, wie glücklich die Menschen ausgesehen haben, als sie die Mauer durchbrochen und die Menschen von der anderen Seite in die Arme geschlossen haben. Wenn ich mir das anschaue, begreife ich erst, wie schlimm es gewesen sein muss, hinter so einer Mauer zu leben.

Was verbindet ihr mit der DDR? 
Bill: Das war nie ein Thema. Wir sind zwar viel im Ausland unterwegs und werden oft danach gefragt, aber alles, was wir sagen können, ist: Wir haben Deutschland nur als ein Deutschland erlebt.

Tom: Neulich sind wir in Italien gefragt worden, ob wir aufgeregt sind, weil wir doch aus Ostdeutschland kommen und jetzt in Rom sind. Einmal hat man uns sogar Bananen angeboten.

Wilson Gonzales: Ich war ein Jahr auf einer Kunstschule in Los Angeles, da wurde ich immer gefragt, was Hitler gerade so macht und ob wir in Deutschland inzwischen Kühlschränke haben. Den Amis müsste man echt mal auf den Hinterkopf hauen, damit die kapieren, dass Deutschland ein normales Land ist. In den USA gibt es immer noch viele, die denken über Deutschland so wie viele Deutsche über Osteuropa, nämlich dass es zurückgeblieben und uninteressant ist. Zur DDR fällt mir eigentlich nur die Flagge ein, also die mit dem Hammer und der Sichel. Dir, Jimi?

Jimi Blue: Was?

Bill (lacht): Nicht aufgepasst, oweia!

Jimi Blue: Also mir fällt auch nur die Flagge ein.

Wilson Gonzales und Jimi Blue sind im Münchner Nobelviertel Grünwald groß geworden, noch dazu in einer prominenten Familie; Tom und Bill, ihr kommt aus Loitsche, einem Dorf bei Magdeburg. War eure Kindheit schwerer?
Bill: Ost und West – ich mache da keinen Unterschied. Wir unterscheiden auch nicht zwischen »Ossis« und »Wessis«, für uns gibt es diese Ausdrücke nicht mehr, die verwenden höchstens noch unsere Lehrer. Ich glaube, der viel größere Unterschied ist: Wir sind auf dem Dorf und ihr seid in der Stadt groß geworden.

Wilson Gonzales: Grünwald ist doch auch ein Dorf. Aber stimmt, es liegt am Stadtrand, deswegen haben wir wahrscheinlich schon mehr mitbekommen. Außerdem haben wir unseren Vater auch hin und wieder auf Premieren oder Dreharbeiten begleitet.

Tom: Auf dem Dorf groß zu werden ist doch gar nicht schlecht, zumindest bis zu einem gewissen Alter. Wo in der Stadt kann man schon Baumhäuser bauen? Andererseits sind

Bill und ich immer aufgefallen, weil wir anders ausgesehen haben. Deshalb haben wir schon früh davon geträumt, nach Berlin zu ziehen, wo jeder herumlaufen kann, wie er mag.Freiheit war immer das Wichtigste für uns. Deshalb habe ich mir auch den Schriftzug »Freiheit« vor unserem 18. Geburtstag auf den linken Unterarm tätowieren lassen.

Könnt ihr euch noch an euren ersten Berlin-Besuch erinnern? 
Bill: Klar, mit zwölf Jahren haben wir uns in den Zug gesetzt und sind hingefahren. Tom und ich hatten zwar kaum Kohle, aber wir wollten unbedingt auf den Fernsehturm rauf. Da oben haben wir dann viel zu teuren Kaffee getrunken, Latte Macchiato natürlich, und so getan, als könnten wir uns das leisten.

Wilson Gonzales: Ich war sechs oder sieben und kann mich nur noch an eine U-Bahn-Fahrt und eine Sushi-Bar erinnern. Berlin kam mir damals vor wie ein kleiner Teil von New York, das weiß ich noch. Heute finde ich, dass die Menschen in Berlin viel kontaktfreudiger als in München sind. Die achten nicht darauf, was du für Klamotten anziehst, sondern was du im Kopf hast. Berlin ist zwar nicht die sauberste, aber sicher die künstlerischste Stadt in Deutschland.

Jimi Blue: Stimmt, in München gibt es eine Menge Spießer, in Berlin ist alles viel gemischter, da gibt es Spießer und Punks, ein paar Freaks, alles Mögliche.

Für Konzerte und Dreharbeiten seid ihr viel unterwegs, mehr als andere Jugendliche in eurem Alter. Wo fühlt ihr euch wirklich zu Hause? 
Bill: In Deutschland, auf jeden Fall. Es ist sogar so, dass ich mich in einem deutschen Hotel viel mehr zu Hause fühle als in einem Hotel in Moskau oder in Paris, ganz egal, wie luxuriös es da zugeht. Vor allem die Sprache vermittelt einem doch das Gefühl von Heimat.

Wilson Gonzales: Stimmt, das habe ich in meinem Jahr in Amerika auch gemerkt, dass Heimat gar nicht so viel mit einer bestimmten Stadt oder einem Ort zu tun hat. Und noch was ist mir aufgefallen: So viele Menschen schimpfen über Deutschland. Sie haben unrecht. Deutschland ist ein geiles Land, viel besser und positiver als die USA. Die Amerikaner sind sehr künstlich, überhaupt wird dort vieles vom Staat gesteuert. Alkohol gibt es erst ab 21, und seit Kurzem darf man nicht mal mehr in seinen eigenen vier Wänden rauchen, wenn man in einem Mehrfamilienhaus wohnt – das muss man sich mal vorstellen.

Jimi Blue: Also ich finde Amerika viel besser als Deutschland. Es ist warm, die Menschen sind nett, es gibt schöne Strände, Venice Beach und Las Vegas. Ich würde da gern mal leben.

Tom: Im Ausland muss man sich an viele Dinge erst gewöhnen, zum Beispiel, dass es oft unorganisierter zugeht. In Deutschland sind die Sachen meistens besser geplant, da wird für die »Echo«-Verleihung in Berlin schon zwei Tage vorher geprobt – in Italien zum Beispiel wird so eine Show sofort aufgezeichnet. Oder Moskau: Da stand ein paar Stunden vor unserem Konzert noch nicht mal die Bühne.

Gibt es etwas, was euch an Deutschland nicht passt?
Bill: Ganz klar das Schulsystem. Das bekommt eine glatte Sechs.

Wilson Gonzales: Vor allem in Bayern!

Tom: In Deutschland sind die Schüler je nach Bundesland alle auf total unterschiedlichem Stand. Wenn man in eine andere Stadt kommt, weil man umgezogen ist, fühlt man sich, als wäre man auf einem anderen Planeten gelandet.

Wilson Gonzales: Ich habe ein paarmal die Schule gewechselt, in der einen habe ich Mathe gehasst, in der anderen Deutsch, das ist doch komisch
.

Jimi Blue: Deswegen habe ich jetzt auch mit der Schule aufgehört, ich habe zwar noch einen Privatlehrer, wegen der Bildung, aber sonst ist Schule einfach nichts für mich.

Es gibt den Begriff der »deutschen Spießigkeit«. Wen oder was findet ihr spießig? 
Wilson Gonzales: Die Kids in den Münchner Schickimicki-Clubs, im »P1« zum Beispiel, die mit ihrer Kohle durch die Gegend werfen und mit hochgestellten Polokragen rumlaufen, das sind Spießer. Die denken, dass sie mit der Kreditkarte von Papi Eindruck schinden können. Ich bin stolz darauf, dass ich mein eigenes Geld verdiene und meinen Freunden ab und zu mal eine Runde ausgeben kann.

Bill: In einer Hinsicht bin ich selbst spießig: Pünktlichkeit. Das ist mir sehr wichtig. Und Zuverlässigkeit.

Jimi Blue: Ich bin beim Essen ziemlich pingelig. Ich brauche immer zwei Gabeln, eine für das Hauptgericht und eine für den Salat. Oder wenn ich nur einen einzigen Schimmelfleck in der Dusche sehe, dann dusche ich lieber nicht.

Tom: Spießer sind für mich intolerante Menschen, die nicht aus sich rausgehen und immer nur nach dem Gesetz leben. Damit meine ich nicht das Rechtssystem, sondern Regeln, die sie sich selbst oder die andere ihnen gesetzt haben. Leute also, die nur das machen, was andere ihnen sagen, die nicht über den Tellerrand schauen, die immer sagen: »Das macht man nicht! Das soll man nicht!« Wir haben auch mal in einer Einfamilienhaussiedlung gewohnt, in einer Gegend mit Spielstraßen und so, da gab es richtige Spießer. Aber davon sind wir mittlerweile ziemlich weit entfernt.

In den letzten Wochen wurde in den Medien viel über den Deutschen Herbst gesprochen. RAF – sagt euch das noch was? 
Wilson Gonzales: Da gab es doch diese Terroristin, die freigelassen wurde. Oder nicht freigelassen wurde? Oder es wurde dagegen protestiert, dass sie freigelassen wird?

Jimi Blue: Ich habe im Spiegel was dazu gelesen. Das hat mich interessiert, wir wohnen in Grünwald ja in der Nähe von Straßlach, da wurde damals auch einer umgebracht, ein Präsident oder so, auf jeden Fall steht da eine Gedenktafel.

Wilson Gonzales: Ich habe mitgekriegt, dass zur gleichen Zeit der Punk geboren wurde, das interessiert mich, ehrlich gesagt, mehr als die RAF.

Der RAF ging es unter anderem auch darum, den Reichtum anders zu verteilen und so mehr Gerechtigkeit zu schaffen. Wie findet ihr diesen Gedanken? 
Wilson Gonzales: Die Menschen, die heute unten sind, machen eben nicht genügend dafür, um nach oben zu kommen. Die strengen sich nicht an, und vielleicht ist es so, dass viele deswegen kriminell werden.

Jimi Blue: Ich denke schon darüber nach, warum es so ist, dass die Reichen alles geschenkt bekommen und die ärmeren Menschen sich alles selbst kaufen müssen. Wenn ich mal älter bin, dann mache ich da was dagegen, ich weiß zwar noch nicht, was – aber probieren werde ich es auf jeden Fall.

Tom: Trotzdem gibt es doch noch eine Art Mittelschicht in Deutschland. Unsere Familie zum Beispiel. Wir waren weder arm noch reich. Letztlich muss jeder seinen eigenen Weg finden, wie er mit seinem Frust umgeht. Wir haben ihn in Musik verwandelt, andere gehen demonstrieren oder kickboxen.

Was für ein Frust war das?
Bill: Wir haben für uns selbst rebelliert. Wir haben die Schule gehasst und hatten schlimme Lehrer. Mein Vorteil war, dass ich immer meine Rechte kannte. Ich wusste zum Beispiel, wann Klausuren verfallen, die nicht rechtzeitig zurückgegeben wurden. Unsere Mutter musste fast jeden Tag in die Schule laufen und sich anhören, wie schlimm ihre beiden Söhne sind.

Jimi Blue: Ich wurde in der fünften Klasse von den Lehrern gemobbt, mit Sprüchen wie: »Du denkst wohl, du bist was Besseres, nur weil dein Papa Uwe Ochsenknecht heißt.«

Wilson Gonzales: Ja, die Lehrer haben uns besonders oft zusammengeschissen, ich habe mal in einer Woche neun Verweise gekriegt. Kurz vor dem Rausschmiss habe ich dann aufgehört mit der Schule.

Früher war Che Guevara ein Idol der Jugend. Wer sind eure Helden? 
Tom: Als wir früher durch die Clubs gezogen sind, hatten viele Che-Guevara-Shirts an, bei uns gab es ja viele Demonstrationen, auch von Punks, da war das Thema Rebellion schon angesagt.

Wilson Gonzales: Ich stand mal mit 3000 Punks auf dem Marienplatz, um gegen die NPD zu demonstrieren. Aber eigentlich gibt es in Deutschland gar nicht so viele Gründe zu rebellieren, in Amerika würden mir tausend einfallen, aber hier?

Gibt es Politiker, die ihr sympathisch findet?

Bill: Ich spreche über so was nicht. Ich will niemanden beeinflussen, indem ich sage, wen ich gut finde oder wähle. Jeder soll sich seine eigene Meinung bilden.

Tom: Aber wählen werden wir auf jeden Fall. Wir sind ja jetzt 18.

Wilson Gonzales: Die Parteien sollen sich meinetwegen gegenseitig bekriegen, das ist mir ziemlich egal. Wenn ich 18 bin, werde ich auf jeden Fall wählen, dann werde ich mich auch informieren. Jetzt haben aber noch andere Leute Vorbildcharakter für mich, zum Beispiel der Musiker Tom Morello. Der spielt umsonst auf Demonstrationen, um gute Aktionen zu unterstützen, dem geht es nicht nur um die Kohle, sondern um die Sache.

Ihr seid in die Ära Kohl hineingeboren. Kennt ihr den noch? 
Tom (formt mit den Händen eine Birne): Der etwas Voluminösere?

Und Gerhard Schröder? 
Wilson Gonzales: Hm, SPD?

Tom (lacht): Ja, das wusste ich auch.

Die Generation vor euch wurde geprägt von den Begriffen Kalter Krieg, Tschernobyl, Waldsterben und Atomkraft. Was waren die einschneidenden Erlebnisse, die Zäsuren eurer Jugend?
Wilson Gonzales: Mit Sicherheit der 11. September, aber vor allem, was danach passiert ist. Ich habe mir viele Dokumentationen über den Anschlag auf das World Trade Center angesehen und irgendwann begriffen: Die Amis haben sich letztendlich mit ihren eigenen Waffen geschlagen, die haben ja Bin Laden vorher ausgebildet. Damals habe ich kapiert, wie die Welt tickt, dass Amerika die Weltpolizei ist und sich überall einmischt. Auf der einen Seite wollen die sicher helfen, auf der anderen Seite aber auch selbst davon profitieren. Deutschland ist da viel neutraler, die machen, was sie für richtig halten und lassen sich nicht überall reinziehen.

Bill: Natürlich haben wir viele Dinge in unserer Kindheit mitbekommen, über die wir uns Gedanken machen, allem voran natürlich der 11. September. Trotzdem versuchen wir, uns nicht von unseren Ängsten blockieren zu lassen.

Könnt ihr euch vorstellen, zur Bundeswehr, vielleicht sogar nach Afghanistan zu gehen, um dort beim Aufbau des Landes zu helfen?
Jimi Blue: Auf keinen Fall. Ich bin sehr faul. Immer unter Hochspannung stehen, immer hundert Prozent geben, das fände ich viel zu anstrengend. Ich werde auf jeden Fall Zivildienst machen. In Afghanistan hätte ich nur Angst, das wäre nichts für mich.

Wilson Gonzales: Ich wurde schon ausgemustert, wegen meiner Trichterbrust. Aber Bundeswehr wäre sowieso nichts für mich, da bleibe ich lieber bei meinen Freunden und helfe in einem Sozial- oder Behindertenheim mit.

Tom: Wir machen uns darüber erst Gedanken, wenn wir zur Musterung eingeladen werden.

Wie wollt ihr leben, wenn ihr älter seid? 
Tom: Wie die Rolling Stones. Ich will mein Leben lang auf der Bühne stehen.

Bill: Ich hätte mal gern ein eigenes Label und eine Wohnung im Ausland. Trotzdem: Meine Wurzeln sind in Deutschland, hierher will ich immer wieder zurückkehren.

Jimi Blue: Ich würde später gern Mode entwerfen. Vielleicht kommt das noch aus meinen zwei Jahren auf der Waldorfschule.

Wilson Gonzales: I
ch hätte gern eine Riesenfirma, die alle möglichen Dinge produziert: Filme, Musik, Stühle, Mode und Kondome.

Könnt ihr euch eigentlich noch erinnern, wann ihr das erste Mal voneinander gehört habt?
Jimi Blue: Ich habe damals in der Bravo von Tokio Hotel gelesen.

Wilson Gonzales: Vor ein paar Jahren hat mir ein Freund eine CD von euch in die Hand gedrückt und gesagt: Schau mal, das ist eine neue Band aus Deutschland. Hat mir gefallen, das weiß ich noch.

Bill: Also wir haben einen Film von euch gesehen und natürlich mitgekriegt, dass ihr fast gleich alt seid. Da ist man ja gleich viel aufmerksamer und schaut, wie die so drauf sind.

Wilson Gonzales: Als ich das erste Mal ein Foto von Tokio Hotel gesehen haben, dachte ich: Wow, das sind ja Freaks.

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